15.08.2013

Glück gehabt

Ziel: Wylen
Geplant: 65km
Gefahrene Strecke: 68km
Fahrzeit: 3:40
Durchschnitt: 18.5 km/h

Ich habe eine ganz schlechte Nacht hinter mir. Bin erst um Eins eingeschlafen und dann etwa zu jeder Stunde wieder aufgewacht. Um halb Sechs ist schon wieder Schluss mit schlafen. Ich wälze mich im Bett. Um halb Acht steh ich auf und mach mich bereit. Im Pavillion nehme ich einen heissen Kaffee um etwas auf Touren zu kommen. Die Müdigkeit sitzt immer noch in den Knochen. Ich setze mich auf das Velo und versuche sie aus mir heraus zu pedalen. Langsam komme in Schwung. Direkt am Ufer sehe ich eine Parkbank schön an der Sonne.

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Ich halte an und esse Frühstück, lasse mich von der Sonne wärmen. Jetzt bin ich richtig wach. Weiter gehts gegen Westen. Hauptsächlich auf Kieswegen geht es direkt dem Rheinufer entlang. Eine Weile fahre ich hinter zwei anderen Tourenfahrer her, sie haben Zelt und Schlafsack dabei. Bald bietet sich eine Gelegenheit neben sie zu fahren und zu plaudern. Sie sind ebenfalls auf dem Weg an die Nordsee. Sind Deutsche, Vater und Sohn, schon um dem Bodensee gekurvt und wollen in zwei Wochen am Ziel an der Nordsee sein. Da müssen sie aber Gas geben!

Ich halte an weil sich eine Gelegenheit bietet für ein schönes, imposantes Fotosujet. Das AKW Leibstadt spiegelt sich im Rhein mit sammt seiner riesigen Dampfwolke.

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Ich verabschiede mich von den beiden, wir sehen uns sicher nocheinmal auf der Strecke. Der Weg führt mich über eine Brücke über einen Staukanal für ein Kraftwerk. Der Wind kräuselt die Wasseroberfläche.

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Laufenburg liegt vor mir. Langsam fahre ich die steile Strasse herunter durch den Dorfkern. Am anderen Ende gehts genau so steil wieder hoch.

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Oben komme ich an ein Bahntrasse. Da fehlt doch was?

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Richtig, keine Stromleitungen. Direkt hinter dem Rhein wird mit Diesel gefahren.

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In Stein Säckingen bewundere ich die wunderschöne Altstadt und die Holzbrücke setze mich in den Biergarten des Hotels Hiddigeigei und geniesse einen feinen Salat.

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Mein Tisch ist im Schatten, der Wind bläst kühl und mich fröstelt. Nach dem Kaffee zahle ich und fahre weiter. Auf einer Bank direkt am Rhein lasse ich mich wieder von der Sonne aufwärmen. Verblüfft schaue ich den vielen Schwänen und Enten zu. So viele auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen. Ein ornithologisches Schutzgebiet:

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Beim Kraftwerk bei Beuggen wurde eine Fischtreppe parallel zum Staukraftwerk angelegt.

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Ich erreiche Rheinfelden und bin schon bald am Ziel

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Der Radweg führt in Deutschland oft über Trottoirs, sorry, Gehsteige. Auch jetzt fahre ich also auf solchen Gehsteigen durch ein Wohnquartier. Ein Geräusch lenkt meine Aufmerksamkeit auf mein Vorderrad. Streifft da was? Das muss ich mir mal genauer anschauen. Auf einmal steht ein roter BMW vor mir und will auf die Strasse ausfahren. Sofort steige ich auf die Bremsen, doch es reicht nicht ganz. Unsanft pralle ich in das linke Vorderrad des BMWs. Mir hat es nichts gemacht, dem Auto auch nicht und das Velo scheint auch ok zu sein. Die Fahrerin des BMW entschuldigt sich und vergwissert sich das alles ok ist. Verdattert lasse ich sie fahren und fahre selber auch weiter. Hmmm…. nun bin ich mir aber doch nicht sicher ob die Gabel gestaucht ist. Ich werde es wohl kontrollieren lassen müssen. Bei der nächsten Gelegenheit. Bremsen und Federn tuts ja noch.

Kurz vor Wylen sehe ich nochmals die Deutschen mit dem Zelt. Sie wollen noch etwas weiterfahren.

Nun ist aber genug. In Grenzach suche ich ein Hotel und esse Z’Nacht.

2 Kommentare zu „15.08.2013

  1. Super Bilder!! Wow..!!
    Bei dir ist wohl jeder Tag mit Action gespickt. Mal Umwege, mal einen Platten, mal einen Fast-Unfall. Soll niemand sagen, so ne Radtour sei eintönig.
    Happy Pedalentreten…
    Irene

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