21.08.2013
Schmutz, Lärm und Gestank
Ziel: kurz vor Mainz
Geplante Strecke: ca 100 km
Gefahrene Strecke: 103.86 km
Fahrzeit: 5:26 h
Durchschnitt: ca. 19.17 km/h
Wie gestern schon weckt mich der Wecker um 07:00. Bis ich bereit für die Abfahrt bin kann es aber schon mal 9:00 werden. Morgentoilette, alles zusammenpacken, Frühstücken, Checkout, Bidons füllen, Fahrrad bepacken und schon sind zwei Stunden um. Diese Hotelbesuche und aber auch die Suche nach denen sind insgesammt recht zeitaufwändig.
Otterstadt ist eine schöne überschaubare Gemeinde, ein kleiner Vorort von Speyer. Zwei Kirchen, vier Restaurants, zwei Hotels und eine Metzgerei. Und ein ganzer Haufen von Einfamilienhäusern. Keine Blocks oder grössere Gebäude, ausser die Kirchen.
Dieser Baustiel sehe ich an vielen Orten hier. Es scheint als hätte man alle Häuser zur gleichen Zeit mit demselben Architeckt aus dem Boden gestampft.
Der Weg führt durch das Dörfchen runter an den Rhein an einem kleinen Hafen vorbei.
Es ist recht kühl. Die Sonne wärmt zwar, doch fahre ich oft auf schattigen Wegen.
Dann vor mir Industriekamine und Industriegebäude. Das muss Ludwigshafen sein. Also ist es nicht mehr weit.
Schon bin ich am Hafen an der Hannelore Kohl Promenade:
während ich Fotos mache sprechen mich zwei Personen an die mich fragen ob sie was helfen können. Sehr freundliche und hilfsbereite Leute hier.
An der Promenade werde ich von wildfremden Leuten angesprochen woher ich komme und wohin es geht. Sie reagieren erstaunt und beeindruckt. Einer meint: Ach, in der Schweiz ist der Rhein noch so schön grün und glasklar :-). Wie die Themse in London sieht er hier zwar noch nicht aus, aber naja, baden würde ich hier dann doch lieber nicht. Ich fahre weiter der Promenade entlang.
Über diese Brücke muss ich wohl.
Während ich mich orientiere und die Auffahrt suche werde ich von einem Strassenarbeiter wieder angesprochen, wie er mir helfen könne. Er zeigt mir die Auffahrt und schwupps bin ich schon fast drüber.
Ennet dem Rhein erwartet mich Mannheim. Für mich eine typische Industriestadt, gross geworden in den 60ern und 70ern.
Hier noch recht einladend… dann aber…
Es ist schmutzig und riecht schmutzig, alles scheit etwas in die Jahre kekommen zu sein – oder sieht das nur so aus?
Aus einem dünnen Kamin steigt im Sekundentackt eine Stichflamme auf. Buff – buff – buff -buff es wummert richtig, ein DJ hätte seinen Gefallen daran gefunden. Meine Karte und mein Navi führen mich zu einer kleinen Fähre. Doch es ist niemand da. Und ich den Reiseführer richtig gelesen hätte, hätte ich wohl auch gesehen, dass um 12:00 bis 13:30 Mittagspause ist. 12:10 war jetzt, so lange will ich jetzt aber auch nicht warten, also nehme ich den ca. 8 km langen Umweg in Kauf. Mit etwas Mühe finde ich dann den Einstieg in die offizielle Route.
Direkt an einer Recycling und Verbrennungsanlage vorbei. Ein gewaltiger Kamin! Aber auch hier riecht es nicht besser.
Dann in ein Wohngebiet, und es riecht immer noch muffig.
Endlich gehts raus aufs Feld. Die Luft ist besser. Unter einer Brücke durch….
… bis zu einer Umleitung. Ohjeh, ich ahne Böses! Bei der letzten Umfahrung habe ich mich verfahren. Aber der Weg ist perfekt ausgeschildert. Hier hat der Hessische Fahrradverein die Verantwortung.
Grossräumig umfahre ich ein AKW von Biblis.
Es wird Zeit für die Hotelsuche. In Riedstadt finde ich ein günstiges Handwerkerhotel. Sauber, komfortabel, aber in der Industriezone. Das würde bei uns wohl gar nicht funktionieren. Aber das ist mir jetzt egal. Müde beziehe ich das Zimmer und mache noch den Einkauf für den nächsten Tag beim Rewe Markt.
Hoffe Du hast gut geschlafen in Deiner Männerunterkunft und die Hunde waren auch leise. Auf den Bildern sieht man nicht, dass es schmutzig ist. Aber das Atomkraftwerk na ja.
Samstag ist dann Regen angesagt also in die Bedale damit du wieder ein RuheregenTag einlegen kannst. Wir hoffen dein Hinterteil und Deine Waden sind noch okay. Patric meint jetzt kommt dann Papi mit Velowädli hei………..hihi
Einen wunderschönen Tag ohne Zwischenfälle Liebi Grüsee dini Bubelus Bussi <3
hallo Peter
danke für das mitfahrenlassen …
mit dem wetter hast du ja ein richtiges affen- nein velofahrerschwein.
herzlich
W aus U