Wieder zu Hause

Am Morgen des 2. Septembers bin ich gesund von meiner 3 wöchigen Reise zurückgekehrt und wurde zuhause herzlich begrüsst. Zeit nun die Tour und den Blog abzuschliessen.
Ich hatte wirklich Glück. Abgesehen von einem Platten hatte ich keine Probleme mit meinem Fahrrad, hatte über die ganze Zeit gesehen prima Wetter, habe nur einmal Regen erwischt und konnte schlechtes Wetter prima mit Sightseeing verbinden. Ich habe nichts verloren und nichts wurde gestohlen, hatte keinen Unfall oder andere Probleme. Alles lief reibungslos.

Nach drei Wochen Nomadentum freue ich mich wieder über einen geregelten Alltag. Ich durfte viel erleben, habe unzählige, schöne Eindrücke mit nach Hause genommen und nicht zuletzt bin ich etwas stolz, die gut 1400km in dieser Zeit zurückgelegt zu haben. Hätte mir jemand vor drei Jahren gesagt, ich würde so eine Tour machen, hätte ich ihn wohl für verrückt erklärt. Vor drei Jahren waren 30km schon eine Distanz für eine Tagestour.

Mit diesem Blog habe ich mir jeden Abend den Tag nochmals Revue passieren lassen, die Fotos angeschaut und mir Gedanken über das Erlebte gemacht. Zeitweise war das Blogging recht zeitaufwändig, da die Technik nicht immer so wollte wie ich es erwartete. Oftmals ging der geschriebene Text verloren, wurde nicht veröffentlicht oder gar gespeichert. Eine Internetverbindung ist noch immer nicht überall selbstverständlich. Auch die Texteingabe mit dem Android Softkeyboard meines Tablets bereitete mir einige Mühe. So verbrachte ich nicht selten 2 Stunden für meine Berichte und ging erst um Mitternacht zu Bett. Diesen Aufwand habe ich zwar unterschätzt, aber er hat sich trotzdem auf jeden Fall gelohnt. Andererseits habe ich erstaunlicherweise auch nur sehr wenig Schlaf benötigt. Ich war morgens nie wirklich müde, ich fühlte mich in der Regel gut ausgeschlafen und fit für die Fahrt.

Inzwischen hatte ich auch Zeit mir die aufgezeichneten GPS Daten genauer anzusehen. Die offizielle Distanz von der Quelle zur Mündung des Rheins wird auf www.rheinradweg.eu mit 1230km angegeben. An anderen Stellen habe ich 1320km und aber auch andere Zahlen gesehen. Somit habe ich für meine Strecke mit gut 1100km gerechnet. Die Diskrepanz zu meinen gefahrenen 1375km bis Rotterdam konnte ich mir nicht erklären, so oft hatte ich mich nicht verfahren, soviele „Abstecher“ habe ich nicht gemacht. Trotzdem haben sich die „Abweichungen“ wohl derart summiert. Auch auf Blogs und Berichten von anderen Tourenfahrern habe ich ähnliches feststellen können. Meine Zweifel an der Messung meines Garmins haben sich also nicht bestätigt.

Ich habe nun noch ein paar Tage Zeit noch etwas auszuspannen, meinen anderen Hobbies nachzugehen und einige Dinge auf zu arbeiten, die liegen geblieben sind. Dann geht es wieder an die Arbeit.

Ich danke meiner Frau und meiner Familie, die mich in meinem Vorhaben und während der Tour unterstützt haben, meinem Team bei der Arbeit, die mir eine verlängerte Arbeitspause ermöglichte, und euch allen liebe Blogleser, für die motivierenden und lustigen Kommentare. Sie haben mir Mut gemacht.

Damit schliesse ich nun den Blog dieser Tour und wer weiss, vielleicht gibt es bald einen neuen Blog hier zu lesen. Ich habe gehört der Main Radweg sei wunderschön, oder vielleicht folge ich noch dem obersten Teil des Rheines, vom Tomasee / Andermatt bis Stein am Rhein. Hat jemand Lust mitzukommen?  🙂
Eines ist sicher: dies war nicht die letzte Tour. Ich habe nun das Virus in mir.

Tschüss und bis bald
Burgi

2 Kommentare zu „Wieder zu Hause

  1. Ja wieder zuhause mit vielen Eindrücken die Du erzählen konntest beim Glas Sekt. Ich habe es genossen jeden Abend den spannenden, aufregenden, interessanten Blog zu lesen. War aber auch immer auf Kohlen wenn ich am späten Abend nichts gehört habe. Nun hat uns der Alltag schon wieder fest im Griff, wenn Du die nächste Tour planst komme ich mit. Ich liebe es auch Fahrrad zu fahren meine Tour ist über 20 Jahre her. In Liebe Deine Frau Bussi

  2. Hey hey… auch dir vielen Dank, dass wir an deinen Erlebnissen teilhaben konnten.
    Hat mir auch Spass gemacht, dir fast täglich irgend etwas Doofes zu posten. Habe sowas bis jetzt auch noch nie durchgezogen.
    Wenn du auf uns warten kannst, sind wir Klotener – oder zumindest ich – bei deiner nächsten Tour gerne dabei. Doch erst muss mein Knie wieder voll einsatzfähig sein und ich müsste das Radfahren wieder neu lernen. Dazu noch sparen um sich einen guten Drahtesel leisten zu können. Dann wären wir abfahrtbereit.
    Musst einfach bedenken, wenn du mit mir unterwegs bist, brauchst du bestimmt ein paar nervenstärkende Medis und beruhigende Mitteli in deinem Gepäck. Ergo.., nicht nur 20kg Gepäck, sondern Start mit 22kg Gepäck!! Heheheeee… 😀 😀 😀
    Hoffe, dass ich bald mal wieder etwas von den Wintianern höre…
    Bis dann alles Liebe und Grüssle an die ganze Family…
    Deine (anstrengende) Schwester 🙂

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