16.08.2013

Frischer Mut

Ziel: Neuf Birsach
Geplant: ca. 84km
Gefahrene Strecke: 86km
Zeit: 4:15
Durchschnitt: 20.9 km/h

Diese Nacht habe ich gut geschlafen, bin aber trotzdem um halb sechs schon aufgewacht. Die Hotelwahl ist richtig gewesen. Das Zimmer ist gemütlich und sauber. Es gibt ein umfangreiches Frühstück mit allem was man sich vorstellen kann. Kaffee, Fruchtsäfte, Eier, Käse, Aufschnitt, Früchte usw….
Vor dem Auschecken fahre ich noch schnell zur Fahrradwerkstatt, damit ein Mechaniker die Federgabel begutachten kann. Um halb neun erst macht sie auf und ich bin der erste Kunde. Der Mechaniker beruhigt mich und meint, da könne nichts brechen, nur verbiegen. Ich könne also mit ruhigem Gewissen weiterfahren. Da könne nichts passieren. Sie sehe auch ganz normal aus.
Ich bedanke mich und fahre zurück zum Hotel. Beim Auschecken frage ich, ob ich im Foyer noch mein Navi richtig programmieren dürfe, es gehe besser mit WLAN. Da bietet mir die Chefin an ihren PC an, ich dürfe da gerne schnell ran. Das sei gar kein Problem. Ich kann grad noch knapp wiederstehen IQP zu installieren Frank, fast hätte ich dir angerufen.;-). Schon in 5 Minuten sind alle programmierten Strecken abrufbar und ich kann nun relaxed ab Basel nach Navi und Karte fahren.
Alles wendet sich zum Guten, ich packe meine Sachen bedanke und verabschiede mich und wage mich in die kühle Morgenluft. Schon nach 6km bin ich in Basel an der Rhein Promenade. Jogger, Mountainbiker, und Spaziergänger kommen mir entgegen, Musiker spielen Gitarre, nur für sich einfach so und zwei Frauen lassen sich chemisch reinigen – nein sorry – im Rhein treiben. 😉

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Die Suche nach dem richtigen Weg führt mich von Kleinbasel hinüber zur Novartis. Bei Huningue gehts über die Grenze und gleich einem Nebenkanal des Rheines entlang. Endlich die habe ich die offizielle Route gefunden.
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Nun kann ich diesem Zeichen folgen. Alles geht geradeaus, das Velo fühlt sich wieder gut an, ich bin wieder voll motiviert und alle Unsicherheiten sind weg. Ich gelange an einen kleinen Hafen mit einer Minizugbrücke. Die Geländer sind mit schönen roten Geranien verziert.

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Es geht wieder weiter dem Kanal entlang, alles geradeaus. Die Landschaft bietet keine Abwechslung.
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Kurz muss ich ein Kraftwerk überqueren und dann gehts weiter dem……. richtig dem Kanal entlang.

Nach einiger Zeit meckert mein Navi und will dass ich zurückkehre. Ich habe eine Abzweigung verpasst, aber da war auch gar nichts ausgeschildert. Ich kehre um, fahre über eine Brücke über Strasse und Kanal direkt in den Wald. Ein Waldweg im Schatten der Bäume, Kilometer lang, aber wenigstens bin ich nicht mehr an der prallen Sonne.
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Ein Schild beim Forsthaus lässt mich schmunzeln. Typisch Elsass!

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Langsam breitet sich ein Hungergefühl im Bauch aus. mein Wasser geht auch zu Neige. ich biege ab, damit ich in ein Dorf komme und da ev. einen Supermarkt finde. Links und rechts von mir nur riesige Mais- und Sonnenblumenfelder.

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Die Bewässerungsanlage spendet auch mir etwas Erfrischung

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Um etwa halb eins stehe ich vor einer Metzgerei. Sie hat geschlossen. Weit und breit kein Restaurant. Weit und breit kein Supermarkt. Weit und breit keine Menschenseele. Kein Tier, keine Bewegung, das Dorf ist wie ausgestorben, wie eine Geisterstadt. Ich fahre weiter ins nächste Dorf. Da, ein Restaurant. Es brennt Licht, aber es ist verschlossen. Weiter ins nächste Dorf. Noch ein Restaurant. Dieses scheint offen zu sein. Höflich wimmelt man mich ab, die Küchencrew sei eben erst gegangen. Die Küche sei zu. Nicht mal einen Salat will man mir servieren.
Man verweist mich an den SuperU, ein Discounter in der Nähe etwa in der Grösse eines grossen Coop oder Migros. Ich fahre hin, kauf mir was Feines und setze mich an die Picknicktische draussen unter den Bäumen. Jetzt gehts mir wieder gut. Weiter gehts. Nur noch ein paar Kilometer nach Neuf Brisach.
Ich entscheide mich, direkt nach Breisach auf der deutschen Seite des Rheines zu fahren. Bestimmt sind da die Hotels etwas besser. Beim Überqueren des Rheins werde ich Zeuge von zwei grossen Schiffen in der Schiffsschleuse. Ein kleines Spektakel.

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in Breisach lasse ich mir von der Touristen Info ein privates Zimmer vermitteln. Das ist mal ganz was Neues. Herzlich werde ich empfangen. Ich mache mich frisch und setze mich in den Garten. Schön, diese Ruhe und der Frieden hier. Hier geniesse ich den Abend und den Sonnenuntergang

2 Kommentare zu „16.08.2013

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