17.08.2013

Nach 110km bin ich ziehmlich müde, spät drann (wegen Restaurantbesuch) und schreibe daher nur einen kurzen Bericht mit einigen Fotos:

Schöne Altstadt

Geplant: ca. 80 km
Gefahren: 110.25 km
Fahrzeit: 4:58 h
Durchschnitt: 22.19 km/h

Ich wache wieder viel zu früh auf und drehe mich noch etwas im Bett. Aufstehen mag ich noch nicht. Ich studiere noch, wie mein Tag heute aussehen soll und bin mir immernoch unschlüssig. Einerseits will ich Colmar auf der französischen Seite anschauen, andererseits möchte ich lieber auf der deutschen Seite bleiben. Der Weg scheint mir da etwas interessanter. Andererseits ist aber auch Wochenende, ich befinde mich schon nahe bei Rust und es wird schwierig werden eine Unterkunft auf der deutschen Seite zu finden.
Ich stehe auf, das Frühstück wartet schon auf mich. Es gibt alles was das Herz begehrt. Die gute Frau hat ihren ganzen Kühlschrank geplündert.
Die Gastgeberin hat fünf Hunde die im Garten herumtollen. Das wäre ein Spass für Michelle.

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Ich geniesse den Morgen im Garten der Hauses, packe aber bald meine Sachen, verabschiede mich und fahre zum Supermarkt um Proviant und Wasser einzukaufen. Beim Einkaufen ringe ich mich durch über Neuf Birsach nach Colmar zu fahren. Ich muss also wieder zurück nach Frankreich auf die andere Seite des Rheins. Der Weg führt mich wieder zwischen riesigen Maisfeldern durch und Wäldern entlang bis nach ca 7km eine Mauer auftaucht.
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Neuf Brisach hat eine Art Festungsmauer um sich herum und war früher wohl einmal eine Zitadelle. Vor allem aus der Vogelperpektive sieht das sehr speziell aus. Es sind zwei Mauerringe in Sternform.
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Innerhalb der Mauern verlaufen die Strassen rasterartig, etwa wie in Manhatten. In der Mitte ist ein grosser Platz, der als Parkplatz und für ein paar Marktstände benutzt wird.

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Ich halte mich nicht lange auf und fahre weiter nach Colmar. Ca 25km soll es sein. Dann noch schnell über die Thur, dann kanns ja nicht mehr weit sein.

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Aber es zieht sich hin, und der Wind will einfach nicht in meine Richtung wehen. Ich denke (zu meiner Schande) an die Rückkehr zur normalen Route, da erreiche ich die Stadtgrenze. Die Wegweiser führen mich in die Centre Ville, die Altstadt. Ich bestaune die alten Gassen mit den wunderschönen Riegelhäusern.

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Auf einem Stuhl macht ein Mann Musik. Das hab ich noch nie gesehen und gehört. Das Instrument tönt wie ein Zupfinstrument, ist aber ein Art verkehrte Trinidad Trommel und sieht aus wie ein UFO.

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Ich gönne mir noch ein Eis und mache mich wieder auf den Weg. Der Fahrrad Computer und die Strassenschilder führen mich wieder zurück zur offizellen Route.

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An einem Waldrand finde ich ein ruhiges Plätzchen und mache eine Pause. Ich lege mich ins Gras und döse eine halbe Stunde. Das tut gut und ich fühle mich frisch zum weiterfahren. Aber leider finde ich keinen Weg rüber nach Deutschland. Ich fahre also weiter auf der französischen Seite, wieder dem Kanal entlang.

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Unterdessen ist schon Herbst geworden, den Nussbäumen fallen die Blätter von den Ästen. Hoffentlich schaffe ich die Nordsee noch vor dem Winter 😉

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Bei jeder Schleuse befindet sich ein kleines Häuschen. Wahrscheinlich für den Schleusenwart. Dieses hier ist besonders schön. Nur noch 25km bis Strasbourg. Ich werde mir ein Hotel in einer Gemeinde davor aussuchen. Ich möchte nicht in die Innenstadt.

In Illkirch („Illgirsch“ wie sie da sagen) werde ich fündig. Ich bin geschafft. Ich gehe noch etwas essen. Die Bedienung ist freundlich, das Essen kommt schnell und ist lecker, aber ich muss ewig auf die Rechnung warten. Müde gehe ich ins Hotel zurück und lass mich ins Bett fallen. Morgen ist Ruhetag. Morgen werde ich Strasbourg anschauen.

1 Kommentar zu „17.08.2013

  1. Na dann los… ab zu den Baguets… :-)!
    Hoffe, dass du dich richtig entschieden hast.
    Ist ja schon bewundernswert, dass du noch jeden Tag die Energie aufbringst, uns mit Infos zu versorgen. Ich hätte nach einer solchen täglichen Anstrengung keinen Bock mehr darauf. Auf jeden Fall ein grosses Dankeschön dafür!
    Je t’embrasse…

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