23.08.2013
Von Schlössern, Burgen und Ruinen
Geplant: 80km
Gefahrene Strecke: 112km
Fahrzeit: 5:52h
Durchschnitt: 19.14km/h
Um 7 Uhr das übliche Aufsteh- Prozedere. Frühstück gibts heute erst ab 8:00. Also mache erst mal alles bereit und mache mich dann auf zum Essen. Heute wird alles an den Tisch serviert. Der alte Hotelinhaber übernimmt heute die Bedienung hoechst persönlich. Ich werde an einen 5er Tisch verwiesen. Nach ein paar Minuten gesellen sich vier Senioren zu mir. Eine Lustige Bande. Es wird gewitzelt, es werden Sprüche gemacht und auch der Wirt kommt nicht zu kurz. Sie sind beeidruckt von meinem Vorhaben und meinen, da hätte ich wohl schon eine ganz schöne Fahrt hinter mir. Sie seien jedes Jahr ein paar Tage zusammen unterwegs. Das habe sich so bei ihnen eingebürgert.
Das Frühstück ist kurzweilig mit diesen „Jungs“ aber wir müssen ja weiter. Im kleinen Hinterhof wurden etwa zehn Fahrräder hingestellt. Meines war das hinterste. Zusammen mit den „lustigen Jungs“ sortiere ich unsere Räder heraus und wir montieren unsere Taschen. Die einen haben Aldi Gepäckträger -Taschen und meinen, das habe den Vorteil, dass wenn es mal regnet sei die Wäsche auch gleich gewaschen.
Wir verabschieden uns und wünschen eine gute Fahrt. Es ist etwas bewölkt und kühl. Bei Kaub spüre ich schon ein paar Tropfen. Ich bin verunsichert, habe noch nicht mit Regen gerechnet, und der Regenschutz ist ziemlich weit unten in den Taschen verstaut.
Mit ungutem Gefühl fahre ich weiter und halte ständig Ausschau nach einem geeignete Unterstand, falls es dann losgehen sollte.
Und da steht er jetzt plötzlich vor mir, der Inbegriff der Rheinromantik, der Loreley Felsen.
Kalt uns unscheinbar steht er einfach da und hat rein gar nichts Romantisches an sich. Zwei Flaggen zuoberst, sonst ein Berg wie jeder andere auch. Aber die Sage macht es wohl aus, dass sich jedes Jahr Tausende Touristen hierher bemühen um diesen Fels zu sehen. Ich mache einen kurzen Rast um den Regenschutz griffbereit zu verstauen und fahre dann weiter.
Auf fast jedem Hügel steht hier ein kleines Schloss, eine Burg oder eine Ruine. Die Region muss eine interessante Vergangenheit haben.
Dann erreiche ich Koblenz. Eine wunderschöne Promanade begrüsst mich.
Ich fahre in die Innenstadt um nach einem Supermarkt zu suchen, finde dann aber ein Einkaufszentrum in dem ich mich für 8 Euro inkl. Getränk verpflegen kann. Auch nicht schlecht! Es gibt zur Abwechslung wieder einmal Asiatisch.
Gesättigt und mit viel Tatendrang fahre ich weiter und werde wegen einer Baustelle über eine Umleitung durch ein Wohqutier geführt. Nur für mich haben sie hier Wimpel aufgehängt. Das wäre nun wirklich nicht nötig gewesen. 😉
Es geht weiter dem Fluss entlang unter einer Autobahn durch hinten hoch und direkt an der Autobahn entlang. Somit hätte ich dann die Autobahn auch noch gehabt, hehe. Zum Glück ist es aber nur ein kurzes Stück, dann gehts über eine Brücke wieder runter ans Rheinufer.
Bei Bad Breisig hat es gemütliche Strassenkaffees, Eisdielen, und Biergärten. Wunderschon, aber mein Ziel ist Bad Honnef und es geht noch ein Stück.
Bei Remagen mache ich nochmals einen kleinen Fotostop. Das tut gut, den mein A**** tut langsam weh.
Hier in Remagen haben die Allierten während dem Krieg das erste mal den Rhein überquert. Die Brücke fiel vom Gewicht der Panzer und den Erschütterungen zusammen und riss 30 Pioniere in den Tod. Die Brückentürme und ein Stück der Brücke liess man als Denkmal stehen. Es wurde auch ein Friedensmuseum erstellt.
Wikipedia Artikel: http://de.wikipedia.org/wiki/Ludendorff-Brücke
Ich fahre weiter und schon bald komme ich zur Fähre nach Bad Honnef. Für 1.60 Euro werde ich hinübergefahren. Ich habe mich entschieden die Jugendherberge aufzusuchen. Sie hat prima Bewertungen im Internet erhalten. Ich fahre da einfach mal hin und frage, so gross ist Bad Honnef ja nicht.
Aber hoch oben! Mühsam folge ich den Wegweisern und kämpfe gegen die Steigung. Ich spüre die 100 km die ich schon hinter mir habe. Das gibts ja nicht, soweit weg kann sie ja gar nicht sein! Dann eine letzte Steigung, die hats in sich. Ich gebe auf, steige vom Rad und schiebe. Nur 50 Meter und ich bin endlich da. Verschwitzt gehe ich an die Rezeption. Alles ausgebucht! Schulklassen machen hier ihr Lager. Müde setze ich mich auf einen Stein und suche im Internet. Ich finde was Schönes, gar nicht weit weg, und rufe an. Leider ausgebucht! Aber im Hotel nebenan soll ich doch mal versuchen. Im Weinhaus Hoff. Ich versuchs und habe Glück. Was für eine schöne Unterkunft in einem alten, romantischen Dorfkern. Besser hätt ichs gar nicht treffen können. Zum Nachtessen gibts Lammfilet, Ratatouille, Salat und natürlich ein Glas Wein. Jetzt bin ich fertig, nudelfertig. Der Bericht muss warten bis morgen. Sorry und gut Nacht…
PS: Hab ich schon mal gesagt wie sehr ich dieses Software Keyboard und diese WordPress App hasse?
Ja aber hallo der Felsen gehörte früher mir, ich hiess doch lorelay bevor Du mich verzaubert und geheiratet hast. Ich werde demnächst veranlassen dass er wieder schöner aussieht und eine SCHWEIZERFLAGE bekommt. Diese vielen Schlösser sind schon extrem schön aber ich hoffe fest, dass Dich kein Burgfräulein behält. Nun weiss ich auch wieso Du auf diese Reise gegangen bist Du heisst doch BURGHERR und musst die Schlösserkontrolle einmal durchführen. ;). Hab noch weiterhin gute Reise Liebe Schatzige Grüsse Deine Bubelus