26.08.2013
Gegenwind
Geplante Strecke: ca. 100 km bis Duisburg
Gefahrene Strecke: 86.04 km bis kurz vor Duisburg
Fahrzeit: 4.53 h
Durchschnitt: 17.59 km/h
Eigentlich wollte ich nicht viel Schlechtes über die Hotels schreiben, aber das muss ich nun doch loswerden. Da in Köln grad über Samstag / Sonntag die Gamescom stattgefunden hatte, waren die Hotels hier in Köln ausgebucht. Es ist offenbar die grösste Messe in Köln, entsprechend reagieren nun auch die Hotels mit den Preisen. Als ich das Zimmer per Internet gesucht und gebucht hatte, bin ich ganz schön erschrocken. Fast keines unter 100€. Aber dafür genügend im Segment 200€ aufwärts, pro Nacht! Nein, das ist mir einfach zu viel. Notgedrungen buchte ich also im Hotel N8, etwas ausserhalb von Köln für 69€ die Nacht. Was natürlich nicht stand (erstaunlicherweise auch in den Bewertungen nicht), dass das Hotel an einer stark befahrenen Strasse ist, hellhörig ist, und mein Zimmer im EG direkt neben der Rezeption, der Eingangstüre der Hotels ist.
Das Zimmer hat eine hohe Decke, relativ kahle Wände, hat einen winkelförmigen Grundriss und ist eigentlich genau richtig konzipiert um jeglichen Lärm der vom Fenster oder vom Gang um das X-fache zu verstärken. Jedes Türenknallen, ob vom Eingang oder von Zimmernachbarn ist laut hörbar, ja poltert regelrecht. Wenn ein Lastwagen draussen vorbefährt, hat man im Zimmer das Gefühl zu Seite springen zu müssen. Das Fenster zu schließen ist aber für mich keine Option, dann kann ich nicht gut schlafen. Das spielt aber eigentlich auch keine Rolle, denn um 5:15Uhr stehe ich mal wieder im Bett weil ich das Gefühl habe einem mit Armierungseisen beladenenn 40-Tönner ausweichen zu müssen. Ans Weiterschlafen ist gar nicht zu denken, ich wälze mich von einer Seite zur anderen. Und für so ein Achterbahnhotel noch fast 70€ zu verlangen ist einfach nur Wucher, auch wenn eben gerade die Gamescom ist. Das hat nichts mehr mit preisbewusst zu tun, das ist eine Zumutung.
Zumindest ist das Frühstück in Ordnung. Ich hole noch Getränk beim Lidl vs a vis und die Weiterfahrt kann los gehen. Ohne Abschiedstränen fahre ich los und suche den Wiedereinstieg in den Rheinradweg.
Was normalerweise auf Anhieb gelingt, klappt hier nur mit Passanten fragen. Doch endlich bin ich wieder an der Promenade und ich kann der Karte folgen. Doch was ist das? Über Nacht ist der Herbst gekommen, überall hat es Blätter am Boden. Und überhaupt, es ist kalt und feucht und es windet.
Die Promenade führt über eine Brücke um den Hafen Kanal zu überqueren.
Und weiter gehts der schönen Allee entlang.
Ausgangs Köln fahre ich an den Fordwerken vorbei. Es ist ein gewaltiges Gelände. Dann etwas weiter ausserhalb, bei Worringen, ganz ohne Hafen, einfach ans Ufer gebaut, sehe ich Anlegestellen für Rheinschiffe, damit sie ihre Ladung löschen können. Hier speziell noch für Raffinerien.
Zum Glück geht es danach wieder über Feld- und Deichwege.
Bei Zons:
Gleich nach Köln schon fällt mir auf, dass sich hier mehr und mehr der norddeutsche Baustil durchsetzt. Häuser werden mit dunklen Ziegelsteinen gebaut und mit Dächern mit kurzem Dachvorsprung.
Die Brücken werden grösser und imposannter.
In Neuss durchquere ich einen einladenden Stadtpark
Aber der Gegenwind schafft mich. Ich komme kaum vorwärts. Mit Schwierigkeiten suche ich eine Unterkunft. Alle sind so teuer rund um Duisburg. Es gibt schon welche, aber die sind wieder so ausserhalb und ein zweites Köln will ich mir sparen. Ich kann mich nicht entscheiden, merke mir ein zwei Optionen und fahre noch ein Stück weiter.
In Uerdingen finde ich eine kleine, schmucke Altstadt mit Fussgängerzone. Es ist nur noch ein paar weinige Kilometer nach Duisburg. Ich frage eine ältere, einheimische Dame nach einer Hotelempfehlung, das ist immer am Besten. Sie empfiehlt mir eines gleich um die Ecke. Das passt. Zufrieden beziehe ich mein Nachtquartier und gehe nochmals zurück in die Altstadt. Ich habe da ein asiatisches Restaurant gesehen. Gemütlich esse ich hier Znacht und lasse es mir gut gehen. Ich habe heute die 1000km Marke geschafft!
Hallo Göga( Das sagt man so in Deutschland) Toll wieder etwas weiter bald gehts nach Holland. Wir sind mächtig STOLZ auf Dich. Du kannst dich Bisi freuen auf Dein Bett zuhause. Es ist frisch Dein Kissen wartet, hat mir ins Ohr geflüstert. Wo denn der Mann bleibt, der jede Nacht in mich kuschelt? Es fragt mich auch wieso ich es nicht mag :(. Lass Dich nicht stressen und geniess es so lange Du magst. Deine Bubelus vermissen Dich schon, aber wir meistern jeden Tag gut, sogar das internet ist lieb mit uns. Ganz eine DICKE Umarmung von uns allen Bussi Bussi
Hey hey… Ist ja schrecklich so ein Hotel, in dem man das Gefühl hat, dass die Hauptstrasse direkt durch das Zimmer verläuft. Da würde vermutlich auch mein Bärenschlaf nichts nützen.
Herbst?? Aber hallo…?? Habe ich da etwas verpasst?? War gestern nicht noch Sommer??
Yepp… der Gegenwind ist jedes Radfahrers Feind… Und dann noch die nicht fertig verschlafene Müdigkeit in den Knochen… nicht schön… nicht schön…
Wünsche dir heute viel Rückenwind und eine super gute Fahrt… Und los gehts… Auf dein Ziel oder die nächsten 1000Km (wouwwww…!!!!)…
Drücker…
Ahm… das unten stehende „Anonym“ bin ich…
Bussilein…