14.08.2013

Feuertaufe

Ziel: Waldshut
Geplant: 66km
Gefahren: 89.8km
Fahrzeit: 4:44h
Durchschnitt: 19 km/h

Heute habe ich ganz schlechte Internet Verbindung. Daher werde ich diesen Beitrag morgen fertig stellen. Vor allem die Bilder hochladen ist eine Tortur. Das geht so nicht.

Sport macht müde. Ich habe geschlafen wie ein Engel. Morgens um halb acht bin ich aufgewacht. Mein Schwager Martin hat mir einen feinen Kaffee gemacht. Er hat heute Geburtstag. Nochmals HAPPY BIRTHDAY Martin! Nach einem gemütlichen Z’Morge mit ihm und seiner Familie kommt auch meine Frau noch schnell zu Besuch. Zusammen treffen wir uns nachher mit einer Freundin aus der Jugendzeit. Wir haben schon Jahre keine Gelegenheit gehabt mit ihr zu plaudern. Schön sich wieder zu treffen.

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Um ca 10 Uhr mach ich mich auf den Weg. Auf gehts dem Rhein entlang Richtung Osten. Alles ist gut ausgeschildert. Am „Rhein Route 2“ Wegweiser sehe ich dass ich auf dem richtigen Weg bin. Er führt mich wie geplant über Büsingen nach Schaffhausen am Munot vorbei in Richtung Neuhausen.

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An einem Bord schneiden Stadtarbeiter Brombeersträucher mit ihren Benzin betriebenen Trimmern zurück. Mit Helm, Plexiglasvisier und Schutzkleidung sind sie bestens ausgerüstet. Die feinen stachligen Äste fliegen in alle Richtungen. Ich versuche auszuweichen um keine Dornen einzufangen und meine, das gelingt mir ganz gut. Auf einmal ist der Radweg gesperrt, eine Umleitung führt mich über den Rhein an das südliche Rheinufer.

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Zu spät realisiere ich, dass ich auf der falschen Seite bin für einen perfekten Blick auf den Wasserfall. Ich mag nicht mehr umkehren, ich kenne den Rheinfall nun wirklich sehr gut, denn ich war in der letzten Zeit sehr oft da. Ich werde dafür das Schloss Laufen wieder einmal besuchen. Auf dieser Seite war ich schon lange nicht mehr.
Der Waldweg ist holperig und ich habe das Gefühl das Hinterrad ist so schwammig und schlingert. Kein Wunder, ich hab mir den ersten Platten auf meiner Tour eingefangen! Soviel zu unplattbaren Reifen von Schwalbe. Ich muss wohl doch so einen Brombeerdornen erwischt haben.

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Zähneknirschend demontiere ich das Gepäck stelle das Velo auf den Sattel und demontiere das Hinterrad. Ich entscheide mich den Schlauch zu flicken. Doch meine alten Flicken und die Vulkanisierungspaste sind zu alt. Zum Glück habe ich noch neue dabei, die kleben prima, sogar ganz ohne Paste. Kaum ist das Loch gestopft finde ich noch ein weiteres. Schnell ist auch dieses zugeklebt. Ich pumpe den Schlauch und kann keine Undichtgkeit mehr finden. Also feste Pumpen, alles wieder zusammen montieren und weiter gehts. Aber mit meiner kleinen Pumpe kriege ich den nötigen Druck nicht hin. Das Rad ist noch halb platt und dem Schlauch traue ich auch nicht. Also nächste Velo Werkstatt aufsuchen und Schläuche kaufen. Ja, ich hab einen dabei, aber ich will ihn ja auch noch mit Kompressorluft pumpen. Und einen Ersatz muss ich dann sowieso auch wieder haben.
Aber erst sehe ich mir jetzt den Rheinfall und das Schloss Laufen an:

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In Flaach finde ich dann einen Velohändler. Sofort wechsle ich den hinteren Schlauch gleich vor der Werkstatt und pumpe ihn recht ordentlich. Ein neues Flickzeug in den Rucksack und weiter gehts. So muss sich das Hinterrad anfühlen! Durch den Abstecher zum Velomech habe ich aber die offizelle Rute verlassen. Also folge ich den normalen Wegweisern nach Rafz, Wasterkingen und gehe da über die Grenze nach Hohentengen. Irgendwie verliere ich in Rafz aber die Orientierung und mache eine unnötige Runde.

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Es ist schon kurz vor drei und der Magen knurrt. Das Mittagessen hab ich doch glatt verpasst. Höchste Zeit für ein Picknick auf einem kleinen Rastplatz. Unter schattigen Bäumen mache ich mich breit und verfolge einen Streit einer Anwohnerin und einer Rastplatzbesucherin. Offenbar hat die Besucherin ihr Geschäft vor dem Garten der Anwohnerin verrichtet. Weiter unten sehe ich Kinder spielen. Okay, da würde ich mich auch ärgern! Ich lasse die Frauen streiten und mache mich wieder auf den Weg. Das Getränk geht mir aus. Aber da ist ja ein ALDI. Da kann ich auch gleich den Internet Aufladecode besorgen, damit ich auch in Deutschland online sein kann.

Bei Rheinheim mache ich einen Abstecher ins Kurzentrum Zurzach. Mein Vater ist da zur Kur und darf morgen nach Hause. Leider geht es ihm aber schlechter. Trotzdem geniessen wir zusammen einen Kafi und machen einen Schwatz. Als das Nachtessen ruft, packe ich wieder meine Sachen und fahre nach Waldshut. Da habe ich schon meine Unterkunft reserviert. Wieder verfahre ich mich und verpasse das Motel. Also umkehren und nochmals suchen. Um ca 18:00 treffe ich endlich beim Hotel ein. Geschafft!
Morgen muss das besser klappen!

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Ich dusche, wasche mein Trikot und mach mich auf die Suche nach einem Restaurant. Heute genehmige ich mir ein Thai Nachtessen und ein Bier.

Gut Nacht und bis morgen….

4 Kommentare zu „14.08.2013

  1. Ich hoffe Du hast heute eine gute Fahrt ohne platen und verfahren. Jetzt bist Du ja eingeübt, und kannst die Fahrt geniessen. Wunderschöner Tag wünschen auch die Kiinder. Deine Bubelus schätzis

  2. Hey Bruderherz. Ist ja voll DER Burner, was du da vor hast. Ich wünsche dir weiterhin viel Spass, viel erholsame Momente, viel Durchhaltevermögen mit all deinen Umwegen und viel Leder zwischen den Beinen. Ich habe ja einiges mehr an Polster an meinem Hintern, aber ich hatte bereits nach 30 Minuten Hometrainer bei der Physio so meine Druckschmerzen. Es liegt bestimmt an meinem Fahrstil. Oder?
    Wir sind inzwischen in Südfrankreich angekommen. Angekommen im wahrsten Sinne des Wortes. Wir geniessen die Sonne, die Ruhe, die Athmosphäre, gespickt mit ein paar Ausflügen (mit Auto :-)). Ab Samstag nimmt Chris an einem DanceCamp teil und ich kontrolliere, kommentiere, unterhalte, koche, fahre und geniesse. Klar, dass mir das tanzen auch mega fehlen wird.
    Wir wünschen dir weiterhin eine gute Fahrt. dass du dein geniales Ziel nicht aus den Augen verlierst und es auch erreichst. Keep on moving…
    Big hug… Irene und Chris

    • Hoi Schwesterchen
      Vielen Dank für die lieben Wünsche. Viel Spass bei den Baguets und hoffentlich kommt es mit dem Knie wieder richtig gut. Toi toi toi und einen lieben Gruss an Chris. Geniess deine „Auszeit“ und ärgere dich nicht. Es kommt alles gut!

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